„A“ gesagt. „B“ getan.

Apr. 6, 2026

Morgens in einem Handwerksbetrieb, kurz bevor alle auf die Baustellen fahren.

Der Chef sagt: „Leute, ich will, dass ihr mehr mitdenkt und auch mal selbst Entscheidungen trefft. Ich kann nicht bei jeder Kleinigkeit dabei sein.“

Alle nicken, dann geht’s raus auf die Baustellen. Am gleichen Tag steht Jonas beim Kunden. Ein Problem taucht auf, nichts Dramatisches, aber es muss schnell gelöst werden. Also entscheidet er selbst, im Rahmen dessen, was möglich ist. Kunde zufrieden, Sache erledigt.

Am nächsten Morgen ruft ihn der Chef: „Jonas, komm mal in mein Büro!“

„Ich habe gehört, du hast da gestern beim Kunden alleine entschieden.“

Jonas nickt. „Ja, du hattest doch gesagt, wir sollen mehr Verantwortung übernehmen.“

Der Chef lehnt sich zurück.

„Ja, schon. Aber bei wichtigen Dingen musst du natürlich vorher zu mir kommen.“

Jonas schaut ihn kurz an.

„Woran erkenne ich denn, was wichtig ist?“

Der Chef überlegt einen Moment. Dann sagt er: „Ganz einfach: Alles, worüber ich mich im Nachhinein aufrege, war wichtig!“


Das klingt erstmal eindeutig. Bis man einen Moment darüber nachdenkt. Denn aus Sicht von Jonas entsteht damit eine ziemlich interessante Aufgabe:

Er soll Entscheidungen treffen. Aber bitte nur die richtigen. Und welche richtig sind, zeigt sich…

…hinterher.


Das ist ungefähr so planbar wie das Wetter nächste Woche.

Entscheidend ist die Lücke zwischen dem, was du als Führungskraft sagst und dem, was du tatsächlich tust.

Wenn beides nicht zusammenpasst, entwickelt sich dein Team anders, als du es eigentlich wolltest.

Dann kannst du dich fragen:

Wie gut passt mein eigenes Verhalten zu dem, was ich vorher eingefordert habe? 😉


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