Wenn Teams blockieren

Aug. 17, 2026

Neulich habe ich ein Team begleitet, das von außen kompliziert wirkte. Es zeigte viel Widerstand und brachte scheinbar wenig Leistung. Untereinander war der Zusammenhalt stark, nach außen gab es deutliche Abgrenzung.

Der oberflächliche Eindruck: Das Team versteht sich gut, will aber nicht wirklich etwas leisten.

Die Sicht von außen

Das Team zeigte Widerstand – nicht nur in Meetings. Bei der Erledigung der Aufgaben war wenig Fortschritt erkennbar. Die Teammitglieder grenzten sich deutlich zur Führung und anderen Teams ab. Der naheliegende Schluss war, dem Team fehlt es an Motivation und Einsatzbereitschaft. Die Schuld liegt offenbar beim Team selbst.

Was wirklich fehlte

Es gab in der Vergangenheit einige Vorfälle, die sehr emotional für die Teammitglieder waren. Sie haben die Themen bei den Führungskräften angesprochen. Reaktionen blieben jedoch aus oder waren abwertend: „zu banal“, „zu emotional“, „so war das doch gar nicht gemeint“. Nach und nach setzte sich beim Team ein Gefühl fest: Hier nimmt uns niemand ernst.

In einer moderierten Sitzung sprachen mehrere Teammitglieder offen aus, was sie belastet und was sie sich im Umgang erwarten. Bei diesem ersten Schritt stand die Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen, Respekt und das klare Benennen von Wünschen im Fokus. Weitere Schritte sind notwendig, um verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Klartext-Fazit

Teams haben oft mehr Potenzial, als von außen sichtbar ist. Die Menschen möchten mit ihren Problemen und Sorgen ernst genommen werden. Dann sind sie auch bereit, mehr zu leisten.

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